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Burnout Symptome verstehen: Warum es selten nur an der Arbeit liegt

Mich hat ein aktuelles Interview mit einem Psychologen zum Thema Burnout in einem Schweizer Onlineblatt richtig wütend gemacht.


Was mir darin gefehlt hat, war Ehrlichkeit und Tiefe.


Burnout wird oft im Kontext von Arbeit erklärt und meist mit reduzierter Leistungsfähigkeit, Konzentrationsproblemen und Fehleranfälligkeit als Burnout Symptome in Verbindung gebracht.


Aber ist das wirklich der Kern? Für mich greift das zu kurz.


Burnout entsteht selten nur durch Arbeit. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass die Arbeit selbst, ausser sie macht dich todunglücklich, nichts damit zu tun hat oder nur noch das Tüpfli auf dem i ist.


Wenn wir ehrlich hinschauen, liegen die Burnout Ursachen oft viel tiefer.


Es ist oft die Summe von vielem, was sich über lange Zeit aufstaut:

unausgesprochene Themen, emotionale Belastungen, innere Unruhe, ein Nervensystem, das nie wirklich zur Ruhe kommt und genau daraus entsteht oft eine chronische Erschöpfung.


Viele funktionieren weiter. Oft ist es einfacher im Tun zu bleiben, als sich dem zu stellen, was in der Stille auftaucht.


Und genau dort liegt für mich ein entscheidender Punkt:

Wir haben verlernt, bewusst herunterzufahren.


Von 100 direkt in den (unruhigen) Schlaf. Vom Aufwachen direkt ins Funktionieren. Ohne Übergang. Ohne einen tiefen Atemzug.


Der Körper sendet oft schon vor einem Burnout klare Signale:

Schlafprobleme, innere Unruhe, ein dauerhaftes „Unter-Strom-Stehen“, Erschöpfung, die sich nicht mehr durch ein Wellness-Wochenende lösen lässt, Gedankenkreisen. Alles mögliche Burnout Symptome, die wir zu lange ignorieren.


Eine Pause braucht es nicht erst, wenn die Leistung nachlässt.

Sondern dann, wenn der Kontakt zu sich selbst verloren geht.

Aber wer möchte sich das schon eingestehen? Ist unangenehm - ich spreche aus eigener Erfahrung, auch wenn es nun schon über zehn Jahre her ist.


Echte Prävention beginnt für mich nicht bei der Frage, wie ich mich besser von der Arbeit erhole, sondern viel mehr mit ehrlichem Hinschauen. Mit ganz viel Mut. Mit Verletzlichkeit.


Frage dich:

Was erschöpft mich wirklich?

Was in meinem Leben zieht mir Energie, auch wenn es „normal“ wirkt?

Welche Teile in mir selbst treiben mich immer weiter obwohl ich längst müde bin?

Und was nährt mich eigentlich?

Was bringt mich zurück in ein Gefühl von Lebendigkeit?

Was würde ich wählen, wenn ich wirklich ehrlich wäre?


Und wenn du merkst, dass du diese Fragen nicht alleine anschauen möchtest -

genau dafür gibt es Räume.


Das ist heute meine Arbeit.


Trau dich, ehrlich zu sein. Vielleicht sogar in den Kommentaren.


Happy Monday!




 
 
 

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