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Sich selbst nicht vergessen: Warum deine Yoga-Praxis im Alltag untergeht und Regelmässigkeit so schwerfällt

„Konsistenz ist wichtiger als einzelne Trainings.“


Diesen Satz hat mein damaliger Triathlon-Trainer immer wieder gesagt. Und je länger ich unterrichte, desto klarer wird mir: Beim Yoga ist es genau das Gleiche.


Viele beginnen ihre Praxis mit Neugier und Energie. Die ersten Wochen fühlen sich gut an, der Körper wird beweglicher, der Kopf ruhiger, man spürt: Das tut mir gut. Und dann passiert etwas, das ich immer häufiger sehe: Die Praxis rutscht langsam nach hinten. Der Alltag wird voller, Termine wichtiger, die Matte bleibt öfter eingerollt.

Das Problem ist nicht die eine verpasste Stunde. Es ist das Muster, das daraus entsteht.

Denn nicht nur der Körper beginnt immer wieder von vorne, sondern auch Geist und Seele. Die innere Ruhe, die Klarheit, das Gefühl von bei sich sein - all das baut sich nicht in einzelnen Einheiten auf, sondern durch Wiederholung. Durch das regelmässige Zurückkommen.

Wenn diese Konsistenz fehlt, bleibt die Wirkung oberflächlich. Man startet immer wieder neu, anstatt wirklich weiterzugehen.

Was dabei oft verloren geht, ist etwas Grundlegendes: die Verbindlichkeit sich selbst gegenüber. Und genau das macht mich nachdenklich. Nicht, dass meine Stunden weniger besucht werden, sondern dass viele sich selbst nicht mehr an erste Stelle setzen.

Wie schnell wird vergessen, wie gut die Praxis tut. Wie oft bekommen andere Dinge Vorrang. Noch ein Termin, noch eine Verpflichtung. Man kümmert sich um den Partner, um die Familie, um die Kinder und stellt die eigenen Bedürfnisse zurück. Besonders häufig sehe ich das bei Frauen. "Sag JA zu dir selbst" - leider so schnell wieder vergessen.


Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, ist kein Luxus. Es ist eine Voraussetzung dafür, langfristig ausgeglichen, kraftvoll und präsent zu sein.



Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Auch nicht darum, jede Stunde mitzunehmen. Sondern darum, sich selbst ernst zu nehmen. Die eigene Praxis nicht als etwas zu behandeln, das „auch noch irgendwie reinpassen muss“, sondern als festen Bestandteil des eigenen Lebens.

Konsistenz bedeutet nicht Härte. Es bedeutet, sich immer wieder für sich selbst zu entscheiden.


Und genau darin liegt die eigentliche Veränderung.


Und mit dem im Herz und Kopf buche ich mir jetzt meine eigenen Stunden für die nächsten zwei Wochen! :-)


Link zum Stundenplan Alles Liebe, Joëlle

 
 
 

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